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Pflege- und Betreuungszentrum Waidhofen an der Ybbs

Pflege- und Betreuungszentrum Waidhofen an der Ybbs

Art des Projektes
Wettbewerb
Jahr
2025
Auslober
Land Niederösterreich
Team
b18 Architekten ZT GmbH
Visualisierungen
b18 Architekten
Nutzfläche
BGF ca. 11.400 m²

Städtebauliches Konzept

Zur maßstäblichen Einbindung in das städtebauliche Umfeld entwickelt der Entwurf zwei höhenmäßig abgestufte Baukörper. Der niedrigere, zweigeschossige Baukörper orientiert sich zur geplanten Begegnungszone und vermittelt sensibel zum viergeschossigen Stationstrakt. So entsteht ein klar lesbares, harmonisches Gesamtvolumen, das seine Umgebung respektvoll aufnimmt.

Erschließung

Die Erschließung folgt einer klaren funktionalen Trennung zwischen Ankunftsbereich sowie Ver- und Entsorgungsverkehr. Der Haupteingang mit dem Tageszentrum orientiert sich zur Begegnungszone und bindet diese räumlich wie funktional ein. Für die Versorgung wird der Servitutsbereich zum bestehenden Parkhaus mitgenutzt. Die Anlieferung erfolgt über einen Übergaberaum mit anschließendem Lastenlift in unmittelbarer Nähe zum Technikgebäude, sodass Lieferungen effizient direkt in den Keller eingebracht werden können. Mitarbeiter*innen parken im bestehenden Parkhaus, das im Untergeschoss über einen Kollektorgang angebunden ist. Dadurch entsteht eine wirtschaftliche, witterungsgeschützte und direkte Verbindung zum LKH.

Ökonomie

Trotz der heterogenen Anforderungen im Erdgeschoss gelingt es dem Entwurf, den viergeschossigen Stationstrakt als wirtschaftlich effiziente Regelgeschossstruktur auszubilden. Administration, Tageszentrum sowie öffentliche Einrichtungen werden in einem eigenständigen, zweigeschossigen Baukörper organisiert, der klar an den Stationstrakt anschließt. Dadurch entstehen eine funktional saubere Trennung sowie eine insgesamt ökonomische, robuste und gut skalierbare Gebäudestruktur.

Interne Organisation

Erdgeschoss (EG)

Der Haupteingang mit Rezeption bildet die zentrale Verteilerzone für das Tageszentrum und den Stationsbereich. Innerhalb des Stationsbereichs gewährleistet eine klare funktionale Trennung die differenzierte Betreuung von Schwerstpflege-, Langzeitpflege- und Übergangspatient*innen. Die Therapieräume sind direkt an die zentrale Erschließungsachse angebunden, was kurze Wege undeffiziente Abläufe ermöglicht.

1. Obergeschoss (1.OG)"

Von der zentralen Erschließung gelangt man sowohl in den Stationsbereich als auch zu öffentlichen Einrichtungen wie der Begegnungszone und der Kapelle sowie zu den administrativen Bereichen. Der Begegnungszone ist eine großzügige Loggia als Freibereich zugeordnet, die einen qualitätsvollen Ausblick zur Eingangszone bietet.

Stationsbereiche 1.-3.OG

Der Pflegestützpunkt befindet sich zentral an der Haupterschließung und ermöglicht einen direkten Sichtbezug zu den Aufenthaltsbereichen. Jede Ebene ist in zwei überschaubare Wohngruppen gegliedert. Die umlaufenden Gänge um einen Lichthof sind hell und attraktiv gestaltet und bieten vielfältige Blickbeziehungen nach außen. Die Wohnbereiche orientieren sich zur Landschaft und eröffnen Ausblicke in Natur und Berge. Für die Mitarbeiter-*innen entstehen dadurch kurze Wege und ein reibungsloser, ergonomischer Arbeitsablauf.