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Laborgebäude OFI

Laborgebäude OFI

Art des Projektes
Labor/Büro
Jahr
2023
Auftraggeber
ARE Austrian Real Estate GmbH
Team
b18 Architekten, HKLS + Elektroplanung: Zentraplan, Statik: Vasko & Partner, Laborplanung: das Planungslabor
Visualisierungen
b18 Architekten
BGF
ca. 6.845 m²

Das Erscheinungsbild der beiden Baukörper wird durch einen Stahlbeton-Grid definiert, welcher den Gebäuden einen starken und robusten Charakter verleiht. Begrünte Fassadenfelder werden spielerisch an der Gebäudehülle verteilt und lockern den strengen Raster auf. Die Fassaden variieren in Ihrer Ausformulierung geringfügig und differenzieren dadurch die beiden Objekte. Auf der Hofseite wird die rigide Fassade durch einzelne opake Fassadenelemente mit vorgesetzten Holzlamellen aufgelockert

Mit der vorgeschlagenen Fassaden- und Dachbegrünung wird die Baukörpererwärmung etwas reduziert und die Kühllast verringert. Vorgeschlagen ist, die Straßen- und die Stirnseiten zu begrünen. Die Fassadenbegrünung bedeckt mind. 20 % der straßenseitigen Gebäudeoberfläche und Teile der stirnseitigen Fassaden. Auf Ebene EG und 1.OG werden bodengebundenen Kletterpflanzen eingesetzt, die durch ihren Bodenanschluss eine wartungsarme, resiliente Begrünungsform bilden. Vorzugsweise sollen immergrüne Arten eingesetzt werden.

In den Obergeschossen wird mit fassadengebundener Begrünung mit verschiedenen Pflanzenarten in Trogform gearbeitet. Die erprobten Pflanzwannen bieten genügend Anstauebene und Substrat-volumen zur sicheren und effizienten Bewässerung. Ähnliche Systeme sind beispielsweise an Gebäuden der Stadt Wien, der Wiener Linien und am Boutique Hotel Stadthalle im Einsatz.

Bewässert wird mittels Bewässerungscomputer und Tropfschläuchen in mehreren Kreisläufen. Die bodengebundenen Flächen werden nicht gesondert bewässert, hier wird das Überschusswasser der Bewässerungsgänge in den oberen Ebenen eingeleitet und genutzt. Die Pflege der Fassadenbegrünung muss 2 x jährlich erfolgen und umfasst Aufbinden und Rückschnitt der Pflanzen, Kontrolle und Nachjustierung der Bewässerung und Düngung. Die brandschutztechnischen Vorgaben der Stadt Wien werden eingehalten.

In der Dachgeschoßebene sind mit ebenem Ausgangsniveau Terrassen mit Grünflächen und horizontalen Beschattungselementen (z.B. Sonnensegel) geplant. Durch die Verbindung von hochwertigem Außen- und Innenbereich sollen hier qualitativ höherwertige Nutzflächen geschaffen werden.

Innere Gestaltung

Der Baukörper wird durch einen Zentralkern strukturiert. Die Lage des Kerns orientiert sich an den gewünschten Raumtiefen des Laborgeschosses und ist deshalb leicht asymmetrisch platziert. Um den Kern sind 4-seitig die Aufenthaltsräume angeordnet, wobei die Konstruktionsweise sowohl die offene, durch Möblierung zonierte Großraumstruktur als auch die Zonierung in Einzelbüros zulässt.

Funktions- und Erschließungskonzept

Im EG wird die gesamte nutzbare Baukörpertiefe von 22m1 für das Technikum, die Werkstätten und die zum öffentlichen Raum orientierte Cantinetta d’Ofi genutzt. Die Verlagerung der Kantine in das EG hat wesentliche Vorteile bei der Ver- und Entsorgung und externer Betriebsführung, die mit 22m1 bekanntgegebene Bauplatztiefe bietet die Möglichkeit dazu. Ab dem 2. Obergeschoss werden Freiflächen in die Raumstruktur eingefügt. Sie werden als additive Erholungsflächen zu den Lounges und Wartebereichen bzw. in Form von Loggien als Raumerweiterungen vorgeschlagen.

In der Sockelgeschoßzone markieren Rücksprünge und Vordächer die Gebäudeeingänge. Soweit funktional möglich, sind diese Ebenen transparent und offen. Um der Multi-tenant-Anforderung gerecht zu werden, sind den Foyers Rezeptionen/Paket/Posträume und Wartebereiche angefügt.

Im 1. OG werden die Labors untergebracht. Das gesamte 2. OG und die Hälfte des 3.OG werden dem OFI als Büroflächen zur Verfügung stehen. Die 2. Hälfte des 3. OG, das 4. OG und das Dachgeschoß werden für eine Fremdvermietung vorgesehen.