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Boltzmanngasse

Boltzmanngasse

Art des Projektes
1. Preis 2-stufiger Wettbewerb
Jahr
2022
Auslober
ÖAW vertreten durch die Bundesimmobilien GmbH
Auftraggeber
Bundesimmobiliengesellschaft m.b.H.
Team
b18 Architekten, Statik: Toms ZT GmbH, HKLS: TGA

Flächenwidmung

Das bestehende Gebäude ragt mehr als 1 m1 über der derzeit zulässigen Gebäudehöhe. Da die gültige Flächenwidmung an der Straßenseite die Möglichkeit eines relativ steilen Mansarddaches vorsieht, wurde diese Form, zusammen mit der maximal zulässigen Anhebung des Bestandes um 30cm, als Umrissform gewählt. An den Seitenfassaden - in der geschlossenen Bauweise - wird die Dachhülle senkrecht hochgezogen. Die Rückseite soll mit einer Ausnahmebewilligung ebenfalls senkrecht hochgezogen und analog zum benachbarten Quertrakt überhöht werden.

Höhenentwicklung und Städtebauliches Erscheinungsbild

Die Gestaltung der Aufstockung bzw. des Dachausbaues führt die klare und strenge Architektur des Bestandes mit den Materialien und der Architekturform der Gegenwart fort. Das gestalterische Ziel ist, trotz formaler Eigenständigkeit beider Baukörperteile die Gebäudeeinheit und den Ensemblecharakter zu wahren. Formal ist der Dachaufbau vollständig als Metallhülle (Alucobond oder ähnliches Material) gedacht. Das Hauptgesimse markiert weiterhin den Abschluss des Hauptbaukörpers, darüber wird ein zweigeschossiger Dachaufbau mit einer dem bestehenden Fassadenrhythmus entlehnten Gliederung aufgesetzt. Innerhalb der beiden Dachebenen des Dachgeschosses wird dieser grundlegende Fassadenrhythmus aufgegriffen und variiert. Die Fenster sitzen in den Leibungstiefen, der Sonnenschutz ist in der Fassade integriert. Das Dach entwässert mit einer in der Dachform aufgenommenen Neigung zum Innenhof. Das Hedy Lamarr Teleskop soll mit einer innenliegenden Nebenstiege an das Hauptstiegenhaus angeschlossen werden.

Gestaltung

Die Außenhülle wird von einer hinterlüfteten Metallfassade gebildet, die vor der wärmegedämmten Leichtbau-Außenwand den Dachausbau überspannt. Das gewählte Material – z.B. dunkles metallisch schimmerndes Alucobond – unterstützt assoziativ die Wahrnehmung der Aufstockung als Dach. Im Innenbereich sind für die Funktionsräumen weiße Oberflächen und ableitende Kunststoffböden, für die Büros Holzböden vorgesehen. Die Kaminwände werden mit Vorsatzschalen verkleidet. Für den Vortragsraum und das Foyer sind als durchgehende Gestaltungselemente ein massiver Holzboden, schallabsorbierende Stoffpaneelfelder an den Wänden und gelochte Decken gedacht. Die Beleuchtung der beiden Räume ist in die Decke als Negativform eingelassen und kann mit unterschiedlichen Einzelleuchtkörpern bestückt werden. Die Raumtrennung Foyer / Vortragsraum wird durch die aufgelöste Kamingruppe und durch Glasfelder gebildet. In Verbindung mit der neben dem Vortragssaal angelegten Teeküche und Catering kann der Bereich Foyer/Vortragssaal für kleine Meetings und Empfänge genutzt werden. Der Vortragssaal kann in zwei Teilflächen mit 30 / 50 m2 geteilt werden.