Med Science Park Medizinische Universität Wien
- Art des Projektes
- Raum- und Funktionsprogramm
- Jahr
- 2015
- Auftraggeber
- Facility Management der Medizinischen Universität Wien
- Nutzfläche
- ober- & unterirdisch ca. 6.400 m²
Allgemeine Informationen, Ziele
Die Medizinische Universität Wien (kurz: MedUni Wien) ist nicht nur die größte medizinische Einrichtung in Österreich, sie zählt zu den bedeutensten Spitzenforschungsinstitutionen Europas und stellt außerdem das gesamte Ärztepersonal für Europas größtes Krankenhaus, das Wiener AKH.
Die MedUni Wien ist auch Österreichs größte medizinische Ausbildungsstätte. 7.500 Student*innen absolvieren derzeit ihr Studium der Human- und Zahnmedizin.
Aufgrund akuten Flächenbedarfs, dringender Sanierungsbedürftigkeit der bestehenden Flächen und der durch verstreute Unterbringung nicht realisierbaren Synergieeffekte hat sich die MedUni Wien dazu entschieden, in unmittelbarer Nähe des AKH geländes den sogenannten „Med Science Park“ zu einer weitgehenden Zusammenfassung und leistungsadäquaten Gestaltung der medizinisch-theoretischen („vorklinischen“) Organisationseinheiten zu errichten.
- Folgende Forschungseinheiten sollen in den neuen Gebäuden angesiedelt werden:
- Zentrum für Physiologie und Phamalogie
- Zentrum für Anatomie und Zellbiologie
- Zentrum für Pathobiochemie und Genetik
- Zentrum für Medizinische Physik und Biomedizinische Technik (tw.)
- Institut für Krebsforschung
Darüber hinaus sollen die für den Betrieb des Med Science Parks einzurichtende Gruppe des Facility Managements, ein für das Lehrmanagement der bertoffenen Organisationseinheiten zuständiges Team sowie die Österreichische Hochschülerschaft (ÖH) am neuen Med Science Park (Büro-) Flächen erhalten.
Konkret sollen durch den neuen Med Science Park der MedUni Wien folgende Ziele realisiert werden:
- Bisherige Flächendefizite werden ausgeglichen, gleichzeitig wird durch Optimierung und Konzentration auf funktionale Schwerpunkte die Flächeneffizienz gesteigert.
- Die neuen Arbeitsumgebungen für Angehörige der MedUni werden aktuellen und absehbaren zukünftigen gesetzlichen Regelungen und Normen entsprechen.
- Durch weitgehende Standardisierung der Raumprofile und einschlägige konzeptionelle Ansätze soll die räumliche Flexibilität, besonders für die Anpassung an sich ändernde technische Ausstattungen, optimiert werden.
- Die räumliche Zusammenführung der zu dem Zentrum gehörenden Institute und Abteilungen soll die Zentrumskultur sowie die der Zentrumsorganisation zugrundeliegende Zusammenarbeit zwiscvhen den Forschungseinheiten unterstützen.
- Innerhalb der Zentren, zwischen den Zentren und im Schnittbereich zwischen Lehre und Forschung sollen Kommunikationsflächen und Aufenthaltsbereiche die informelle Kommunikation fördern.
- Soweit möglich sollen zentralisierbare Funktionen der Forschung und die dazugehörende Infrastruktur aus den Orgnaisationseinheiten herausgelöst und zentral angeboten werden.
- Die Bemessung des Flächenbedarfs soll auf Basis standartisierter und nachvollziehbarer Grundsätze und Regeln erfolgen. Durch Hernaziehung internationaler Benchmarks (z.B. HIS) sind diese Konzepte zu plausibilisieren.
- Durch Berücksichtigung der zukünftigen Betriebsprozesse (z.B.CAFM), der Bertiebs- und Erhaltungskosten sowie der Aufwände für die wiederkehrende Anüassung der räumlichen Gegebenheiten an die dynamische Entwicklung der Universität in Forschung und Lehre sollen die Effizienz und die Effektivität des Betriebs des Med Science Parks optimiert werden. Ein an die Bedürfnisse der MedUni Wien angepasstes Lebenszykluskosten-Modell soll als Werkzeug für die Erreichung dieses Zieles umgesetzt werden.
- Gleichzeitig soll die Qualität der Facility Services im Med Science Park den Anforderungen entsprechen und damit zur Zufriedenheit der Nutzenden und zum Erreichen der Ziele der MedUni Wien einen wichtigen Beitrag leisten.
Unter all diesen Vorgaben wurde eine umfassendes Projekt als Entscheidungsgrundlage für die MedUni Wien und als Grundlage für einen Generalplanungswettbewerb entwickelt, Herzstück ist das detaillierte Raum- und Funktionsprogramm für die über 6.400m2 erforderlichen Flächen.
Die Ausarbeitung haben wir in vier Elemente gegliedert:
Teil 1 beinhaltet allgemeine Informationen über die Universität und die essentliellen Ziele der Universität und des Projekts Med Science Park. Darüber hinaus wird die Aufbauorganisation der MedUni Wien in aller Kürze erklärt, um ein Verständnis für die räumliche Organisation des Med Science Parks zu schaffen.
Teil 2 erklärt die geplante funktionale Organisation des Med Science Parks und enthält die Zusammenfassung der wesentlichen Projektgrundlagen, wie erforderliche Flächen und Arbeitsplätze, sowie Kosten und Termine.
Teil 3 umfasst das klassische Raumprogramm im Sinn einer Flächenliste, die auf Basis der abzubildenden Organisationseinheiten alle zu realisiserenden Nutzflächen tabellarisch darstellt.
Teil 4 enthält die zugrunde liegenden Raumtypologien für die Erstellung des raum- und Funktionsprogramms.