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Bertha-von-Suttner-Gasse

Bertha-von-Suttner-Gasse

Art des Projektes
Wohnbau & Kindergarten
Jahr
2012
Auftraggeber
"Heimat Österreich" Gemeinnützige Wohnungs- und Siedlungsanlagen GmbH
Team
b18 Architekten, Arch. DI Josef Knötzl (BT Schwarzatal), Arch. Wafler ZT GmbH (BT EGW Heimstätte)
Visualisierungen
b18 Architekten
Nutzfläche
ca. 6.650 m²

Allgemein

Auf einem ehemaligen Betriebsgelände des Fenster und Türenherstellers Hrachowina in 1220 Wien, planen die gemeinnützigen Bauträger „Heimat Österreich“ und „EGW“, die Errichtung von 2 Wohnhäusern und einen Sonderbau für soziale Einrichtungen der Caritas. Das Grundstück schließt an eine bestehende Wohnanlage der beiden Bauträger an. Im „Caritashaus“ sind ein 4 gruppiger Integrations-Kindergarten, Wohngemeinschaften für Menschen mit besonderen Bedürfnissen sowie Büros, Therapieräume und eine Betreuerwohnung vorgesehen. Ergänzt wird die Anlage durch großzügige öffentliche und private Freiräume.

Architektur/Städtebau

Städtebau:

Das städtebauliche Konzept nimmt Bezug zur bestehenden Hofblockbebauung im Norden und einem angrenzenden Wohnbau der Bauklasse V im Westen. Die Anlage öffnet sich nach Süden zur Bertha v. Suttnergasse und dem Ernst Jandl Weg im Norden. Die Lage der „versetzten“ westlichen Baufluchtlinie im Bereich des Caritashauses, soll zur Verbesserung der Belichtung und Freiraumqualität verschoben und mit einer vorhandenen Baufluchtlinie abgestimmt werden. Vorgespräche über eine Ausnahme nach §69 der WrBo wurden dazu mit der MA21, MA37 dem Bezirk und dem benachbarten Eigentümer „Heimbau“ geführt.

Lebendiges Stadtquartier:

Die Gebäude sind an einer gemeinsamen Erschließungsachse angelegt. Dieser öffentliche Bereich vernetzt die unterschiedlichen Bauteile und dient als Ort der Kommunikation. Die Haupteingänge liegen direkt an dieser öffentlichen Zone, die zusätzlich durch Plätze erweitert wird und so zu einem lebendigen Quartier beitragen. Durch die Anbindung der Garage an die bestehende Wohnanlage am Rennbahnweg und Mitbenutzung der Garagenrampen, ist die ursprünglich als Verbindungsstraße geplante Erweiterung der Bertha von Suttnergasse nicht mehr notwendig. Da nur mehr eine Zubringerfunktion für Einsatz,- und Müllfahrzeuge sowie Fahrtendienste benötigt wird, kann eine verkehrsberuhigte Zone geschaffen werden, die eine wesentliche Aufwertung für die Wohn und Kindergartennutzung darstellt.

Architektur:

Bauteil D (EGW):

Ein winkelförmiger, höhenmäßig abgestufter Baukörper in der Bauklasse IV-III schließt an ein bestehendes Nachbarwohnhaus der Bauklasse V an und bildet den Übergang zur im Norden gelegenen Hofbebauung.

Bauteil E „Caritashaus“ (Heimat Österreich):

Die Sondernutzung für soziale Einrichtungen und eine gewünschte Identitätsbildung wird durch die Bauform einer Ellipse dargestellt, die gleichzeitig die strenge Ordnung der Nachbarbebauungen auflockert. Aufgrund der Nutzung soll die Geschosshöhe auf 3.20m angehoben werden. Um eine Ausnahme nach §69 wird angesucht. Die zulässige Gesamtkubatur wird dadurch nicht überschritten.

Bauteil F (Heimat Österreich)

Eine an der Baufluchtlinie im Osten angelegte Zeilenbebauung, bildet das Rückgrat der Anlage und nimmt die Höhenstaffelung der Widmung BKL II-III auf.

Ökonomie

  • Anbindung an bestehende Garage
  • Einfache Gebäudestruktur und klare statische Konstruktion
  • Kompakte Baukörper,
  • Optimierung der Planung hinsichtlich Brandschutz zur Kostenreduktion.
  • Wirtschaftliche Erschließung, zentrale natürlich belichtete Stiegenhäuser
  • Unternehmenseigene Qualitätssicherung bei Planung und Bauausführung
  • Günstige Mieterkonditionen

Ökologie

  • Die Bauweise entspricht den Anforderungen „Besonders energieeffiziente Gebäude“.
  • Kontrollierte Zu und Abluftanlage mit Wärmerückgewinnung
  • Extensive Dachbegrünung
  • Regenwasserversickerung
  • natürliche Belichtung von Stiegenhäusern und Gängen

Soziale Nachhaltigkeit

Das Konzept folgt dem Idealtypus einer Stadt, in der Wohnen, Arbeiten, und Erholung an einem Standort kombiniert werden. Das Miteinander unterschiedlicher Generationen wird durch die entsprechenden Bauwerksnutzungen wie Kindergarten, Wohngemeinschaften (Bauteil E) und Wohnungen (Bauteile A-F), sowie Pflegeheim und Ärztezentrum (Bauteil A) in der direkten Nachbarschaft gefördert.

Alltagstauglichkeit:

  • Regelgrundrisse
  • Alle Wohnungen mit gut nutzbaren Freibereichen in Form von Terrassen, Loggien und Balkonen
  • Großzügige, abwechslungsreiche Freiraumgestaltung mit Kleinkinder,- und Jugendspielplätzen
  • Gute Orientierung und optimierte Verkehrswege
  • Einbindung von sozialen Einrichtungen wie Kindergarten und Wohngemeinschaften in das Projekt
  • Großzügige gut erreichbare Fahrradabstellräume.
  • Clubraum und Infozentrum für die Mieter
  • Dachterrassen mit Sanitärgruppen.

Kommunikation und Gemeinschaft:

  • Offene Grenzen und Durchlässigkeit zu Nachbarn
  • Öffentliche Erschließungsache als zentrale Drehscheibe und Treffpunkt
  • Grünflächen und großzügige Gärten als Erholungsraum
  • zentrale natürlich belichtete Stiegenhäuser und Aufzugvorplätze
  • Spielplätze und attraktiv situierte Gemeinschaftsflächen