Der technische Fortschritt im internationalen Eich- und Messwesen erforderte einen Neubau für die Laborinfrastruktur des physikalisch-technischen Prüfdienstes des BEV am Standort Arltgasse. Das neue Gebäude wurde in den dicht bebauten Block in der Arltgasse eingefügt, parallel dazu wurden innerhalb des Bestandsgebäudes an der Koppstraße Einbauten für spezielle Labors vorgenommen. Den hochtechnischen Laborfunktionen entsprechend, ist die Architektur des Gebäudes einer stringenten, auf wenigen Elementen und Farben basierenden Architektursprache verpflichtet. Um die Gestalt des Gebäudeblockes zu bewahren, wurden einige wenige Höhenbezüge in den Laborneubau übernommen. Die Fassadengestaltung setzt sich aber mit Erkern, Fenstertüren und semitransparenten Lamellenflächen in einer Metallschuppenfassade sehr bewusst von der gründerzeitlichen Putzfassade des Altbaus ab. Die kompakte Bauform ist nach dem Zwiebelschalenprinzip mit außenliegender Erschließung gebaut. Die Kompaktheit und die geschlossene Form sind von den physikalischen Erfordernissen der Laborbereiche, das sind vorrangig Temperaturstabilität, geringe Schwingungen und hohe Luftmengen, bestimmt. Eine wesentliche Rolle zur Stabilisierung der Raumkondition spielt die mit Bauteilaktivierungen und 28 Lüftungsanlagen ausgestattete Haustechnik.