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Trunnerstraße

Trunnerstraße

Art des Projektes
Wettbewerb
Jahr
2005
Auslober
Wohnfonds Wien
Auftraggeber
Gemeinnützige Bau-, Wohnungs- und Siedlungsgenossenschaft „AUFBAU“ reg.Gen.m.b.H.
Team
Bernhart Krakora Architekten
Visualisierungen
Bernhart Krakora Architekten
Nutzfläche
ca. 2.670 m²

Grundrissgestaltung

Erste Priorität haben klare, am familiengerechten Wohnen orientierte Wohnungsgrundrisse mit großzügiger Belichtung und großem Wohnbereich. Das Konzept sieht einen Mix aus 2-, 3-, 3 ½- und 4-Zimmer-Wohnungen vor. Für ältere Bewohner*innen bzw. 2-Personenhaushalte werden Wohnungen mit 2 Zimmern angeboten. Die überwiegende Wohnungszahl ist für 3-5 Personen-haushalte gedacht, wobei 9 Südwohnungen (Typus 3 ½ Zimmer) von 3-4 Zimmern variiert werden können. Durch die Lage der Küche neben dem Wohnbereich bzw. Integration der Küche in den Wohnbereich wird die Kommunikationsmöglichkeit im Wohnungsverband verbessert. Alle Wohnungen erhalten einen Freibereich, in der überwiegenden Zahl sind dies Loggien.

Foyerzone, Kommunikationsbereiche

Die Zugangs- und Allgemeinbereiche sind als offene und bewusst breiter gehaltene Räume konzipiert, um durch Zuschnitt und Belichtung Begegnung und Kommunikation unter den Bewohner*innen zu fördern. Am Hauseingang ist ein Foyer mit Informationsflächen, Lichtführung und Gestaltungselementen geplant, die Glasfront zur Alliiertenstraße bringt Helligkeit und Transparenz. Das Stiegenhaus und die Liftvorbereiche in den Geschossen sind wie der Eingang breiter als notwendig gehalten und mit einem Oberlicht-Glasband natürlich belichtet – auch hier soll das zusätzliche Raumangebot die Kommunikation unterstützen. Das Stiegenhaus wird mit einem Teil der in der Fernwärmeübergabe entstehenden Abwärme temperiert. Im Kellergeschoss wird ein Arbeitsraum für kleine Reparaturen, Hobby und Basteln usw. unter dem Arbeitstitel „Heimwerker“ errichtet und mit Basisausstattung versehen. Im erdgeschoss wird ein Kinderwagen- und ein Fahrradraum mit ca. 2,0m2 Fläche / Wohneinheit angeboten.

Raumhöhen 2,6m

Zur Standardverbesserung und Verbesserung des Raumvolumens in den Wohnungen sind lichte Raumhöhen von 2,6m1 vorgesehen.

Arbeiten und Wohnen

Im Wohnungsverband werden zur Vorbereitung von PC-Arbeitsplätzen Anschlusspunkte an das Internet geschaffen. Jedes Zimmer erhält Anschlusspunkte in Form von Verrohrung, Verkabelung und Steckdosen bzw. Leerverrohrung. In allen Wohnungen kann wahlweise über die Telefon- oder Telekabelanbieter von einer Medienbox im Vorraum aus mehrfach Internetanschluss hergestellt werden.

Verknüpfung mit dem Senior*innentreff

Der Senior*innentreff ist teilweise in den Hauptbaukörper integriert, die größeren Räume bilden einen eigenständigen Seitentrakt. Auch im Grünraum wird mit kleinen Höhenstufen und Materialdifferenzierungen der Senior*innen-Aktiv-Garten in Art einer offenen Verknüpfung eingebunden. Bereits am Zugang von der Marinelligasse werden Sitzgruppen und spezielle Bepflanzungsthemen ausgeführt.

Frei- und Grünraum

Über dem Dachgeschoss ist eine cirka 310m2 große Grünfläche in Form einer gemischt extensiven und intensiven Dachbegrünung geplant. Mit unterschiedlichen Substrathöhen von 12 – 25cm sind a) einfache Intensivbegrünungen mit gesteuerter Tropfbewässerung in Trockenperioden, Bepflanzung mit Kleingehölz-Stauden und b) pflegeleichte Sedum-Gras-Kraut Bepflanzungen ohne Wasser möglich. In Trogbereichen sind bewässerte kleinere Intensivgrünflächen mit Sträuchern vorgesehen. Durch das Variieren der Bepflanzung wird Gartencharakter erzeugt. In diesen Gründachbereich ist ein Sonnendeck für die Hausbewohner*innen eingebettet, der Dachaufgang bildet gleichzeitig den „lightcatcher“ für die durchgehende Lichtwand des Stiegenhauses. Der Senior*innentreff ist von einem Senior*innen-Aktivgarten mit ca. 370m2 Fläche umgeben. Durchgestalterische Mittel wie Hochbeete und Themenpflanzungen sollen die Senior*innen zu kleinen gärtnerischen Aktivitäten angeregt werden. Der Allgemeingarten für die Hausgemeinschaft und der darin integrierte Kleinkinderspielplatz liegen im Süden, der Zugang wird über den Gemeinschaftsraum geführt. Durch Belassen bestehender Mauerteile erhält dieser Gartenteil den Charakter von Privatheit.

Regenwassernutzung und Wasserspareinrichtungen

Die Regenwässer der Gründächer werden zur Gartenbewässerung in einem Zisternensystem gesammelt und genutzt, die Regenwasserüberschussmengen auf eigenem Grund versickert. Einzel-Kaltwasserzähler in jeder Wohnung stellen den individuellen Verbrauch dar und machen die Einsparmöglichkeiten transparent. Die Nassgruppen werden standardmäßig mit 2-Mengenspülern und wassersparenden Brausen ausgestattet.