Polizeikommissariat Fuhrmannsgasse
- Art des Projektes
- Öffentlich
- Jahr
- 2000
- Auftraggeber
- Architekturbüro Brenner
- Team
- Architekturbüro Wolfgang Brenner, Architekt Bernhart
Für die Entwurfsplanung dieses Projekts wurden wir vom Architekturbüro Brenner als Subplaner beauftragt.
Allgemeine Entwurfsüberlegungen
Durch Zonierung des von den Bebauungsbestimmungen vorgegebenen Umrisses ist ein einfaches Grundrisskonzept entstanden. Die Vorgabe der Lichthöfe hat eine Nebenraumzone geschaffen, die Technik- und Sanitärbereiche aufnimmt bzw. die Lage der Erschließung festlegt. Die Kopfpunkte dieser Zone enthalten das Hauptstiegenhaus bzw. die funktionell geforderte Nebenstiege (Tiefgarage bis 1.Stock). Diese Lage der Stiegenhäuser führt auch zu einer bestmöglichen Ausnutzung bzw. Erschließung der beiden Untergeschosse.
Die Büroflächen sind unter den Gesichtspunkten der optimalen Belichtung, Orientierung bzw. der größtmöglichen Flächenausnutzung angelegt.
Zur Flexibilisierung der Raumaufteilung wird ein Raster – 62,5cm – verwendet, der in den Überschneidungsbereichen zur schiefwinkeligen Geometrie des Grundstückes aufgelöst wird.
Fassadengestaltung
In einer Schutzzone mit gründerzeitlicher Bebauung gelegen, war es Aufgabe, sich möglichst intensiv mit dem Bestand auseinanderzusetzen und auf diesen mit heutigen Mitteln einzugehen. Die Prinzipien der Fassadengestaltung sind von dieser Tradition übernommen worden und gliedern das Gebäude.
Zonierung der Fassade – horizontale Schichtung
Sockelgeschoss – zusammengefasstes erstes und zweites Geschoss – hervorgehobenes oberstes Geschoss – durchgehende, geneigte Dachzone.
Gebäudehöhe – oberstes Gesims
Das Gebäude liegt zwischen zwei Baukörpern unterschiedlicher Höhe und ordnet sich diesen unter. Die Nachbargesimse werden aufgenommen und als Gesims bzw. als Dachabschluss des Stiegenhauses übergeleitet.
Die Gliederung und Struktur der Oberfläche mit Friesen, Pilaster, etc.
Diese Plastizität wird durch unterschiedliche Tiefenschichtung der Fassade erreicht. Es gibt verschiedene Ebenen, die wiederum verschiedene Bereiche definieren – das Sockelgeschoss und das Stiegenhaus als öffentliche Zone und gleichzeitig tiefster Einschnitt im Gebäude – die Fensterbänder im ersten und dritten Geschoss, mit dahinterliegenden Bürobereichen mit Parteienverkehr – und die direkt an der Baufluchtlinie gelegene Fassadenfront.
Regelmäßige Anordnung der Fenster
Einerseits fordert die Funktion und Flexibilität große Fensterflächen (Belichtung – Statik – Leitungsführung in Kabeltassen im Parapetbereich), andererseits soll eine regelmäßige Struktur der Öffnungen erzielt werden.
Die Fenster bestehen aus öffenbaren und fixverglasten Teilen, deren Anordnung wiederum einem gleichmäßigen Raster zugrundeliegt. Durch Oberflächenwechsel – Fensteflügel in natureloxiertem Aluminium – Rahmenkonstruktion in ruhigem, dunklen Farbton – werden die Flügelteile hervorgehoben und rhythmisieren die Fassade.